Eine Beobachtung des Haushaltkonsums von September 2014 bis September 2015 zeigt, dass städtische, reiche und ältere Konsumenten sowie Single- und Grosshaushalte im Schweizer Detailhandel den höchsten Anteil Bio-Gemüse einkauften.
Während in ländlichen Regionen biologische Produkte 9.7 % der Gemüseeinkäufe ausmachten, waren es in der Stadt und Agglomeration 13 %. Auf dem Land könnte aber möglicherweise aufgrund der räumlichen Nähe die Direktvermarktung ab Hof bei den Bio-Produkten eine grössere Rolle spielen, weil gerade das Wissen um die Herkunft von Produkten im Bio-Segment eine wichtige Rolle spielt.
Weiter war Biogemüse vor allem bei Haushalten mit einem Einkommen über 110‘000 CHF über-durchschnittlich beliebt. Bei diesen Haushalten machte Bio-Gemüse 14.2 % des Konsums aus. Bei den Haushalten mit tieferen Einkommen war es zwischen 10,9 und 12,5%. Wer es sich leisten konnte, griff also eher zu biologischen Produkten.

Die Zahlen zeigen ausserdem, dass der Bio-Anteil am Gemüsekonsum höher war, je älter die haushaltsführende Person ist. Mit zunehmendem Alter scheint der gesunden Ernährung und der nachhaltigen Produktion mehr Bedeutung zugemessen zu werden.
Auch Single- und Grosshaushalte kauften verhältnismässig viel Bio-Gemüse. Dasselbe Bild zeigt sich, wenn man den Bio-Anteil in Abhängigkeit der Kinderzahl abbildet. Bei Haushalten ohne Kinder hatte 12.9 % des im Detailhandel eingekauften Gemüses Bio-Qualität, bei Haushalten mit Kindern dagegen nur 10.2 %. Allerdings konsumieren gerade Grosshaushalte mit drei und mehr Kindern viel Biogemüse.
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